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Einwohnergemeinde Rüegsau

Gemeinderatssitzung vom 29.06.2010

Aus dem Gemeinderat

Wechsel in der Gemeindebibliothek
Anstelle der demissionierenden Therese Zinniker hat der Gemeinderat auf Antrag der Bildungskommission per 1. Juli 2010 als Aushilfe in der Gemeindebibliothek Rüegsauschachen gewählt: Belinda Flückiger, alte Rüegsaustrasse, 21, Rüegsauschachen.


Kreditabrechnung für die Teilrevision Ortsplanung
Der Gemeinderat konnte die im Jahr 2007 angefangene Teilrevision der Ortsplanung mit der Inkraftsetzung des neuen Baureglementes und des überarbeiteten Zonenplanes im Februar 2010 erfolgreich abschliessen. Die neuen Grundlagen haben sich in der Praxis bis anhin bewährt und die Neueinzonungen in Rüegsau stossen bereits auf Interesse.

Der Kredit für die Ortsplanungsrevision von Fr. 85‘000.00 konnte mit einer Unterschreitung von rund Fr. 7‘500.00 abgeschlossen werden. Die Planungskommission wurde aufgelöst und die erfolgreiche Arbeit sei an dieser Stelle nochmals bestens verdankt. Dieser Dank gilt auch dem Ortsplanungsbüro Atelier Schneider Partner AG, Rüegsauschachen.


Erfolgreiche Weiterbildungen in der Gemeindeverwaltung Rüegsau
In der Gemeindeverwaltung Rüegsau haben zwei Verwaltungsangestellte den Fachlehrgang als Bernische Gemeindefachfrau sehr erfolgreich abgeschlossen.

Claudia Bärtschi, Bausekretärin in der Gemeindeschreiberei hat mit der Note 5,1 einen sehr guten Abschluss erreicht und Anita Schärer in der Finanzverwaltung konnte mit der Durchschnittsnote von 5,6 gar im zweiten Rang abschliessen.

Der Gemeinderat Rüegsau und die Verwaltung gratulieren den beiden Fachfrauen ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg und wünschen ihnen weiterhin viel Befriedigung in der Verwaltungstätigkeit.


Der Gemeinderat in Klausur
Am 25. und 26. Juni 2010 weilte der Gemeinderat Rüegsau in Klausur und beherzigte sich einiger Themen, die strategisch näher unter die Lupe genommen werden mussten.

Als schwergewichte Diskussionspunkte entpuppten sich die Schulraumplanung und die neue Ausgangslage in der Gemeindeverwaltung unter Berücksichtigung der kantonalen Verwaltungsreformen.

Wie in letzter Zeit verschiedentlich in der Presse zu lesen war, befinden sich die Schulen generell in einer Umbruchphase, die auch in unserer Gemeinde nicht Halt machen. Dabei stellen sich Fragen mit den Stichworten z.B. Schulmodell bzw. Basisstufe, Unterrichtsformen, Oberstufenzentrum, fehlende Schul-, Arbeits- und Lehrerräume, neue Organisationsformen, Lehrermangel, Zustand der vorhandenen Schulliegenschaften und am Schluss die Kosten bzw. finanziellen Möglichkeiten.

Um all dies unter einen Hut zu bringen, hat der Gemeinderat beschlossen, eine externe Beratung beizuziehen und sich den zusammengestellten Fragenkatalog beantworten zu lassen. Erst nach Vorliegen der Grundlagen und Vorschläge wird über das weitere Vorgehen entschieden. Grosse Investitionsvolumen im Schulbereich werden bis dahin zurückgestellt.

Mit der Regionalisierung des Mietamtes und dem Wegfall der Pass- und Identitätskartenanträge sowie der Kantonalisierung des Asylwesens sind in der Gemeindeverwaltung in letzter Zeit wichtige Arbeits- und Dienstleistungsbereiche weggefallen. Zudem sind weitere Bestrebungen im Gange, so u.a. auch das Vormundschaftswesen zu „kantonalisieren“. Diese politischen Entscheide sind durch Beschlüsse des Kantons aber auch durch öffentliche Urnenabstimmungen in Kraft getreten und haben nun auch Einfluss auf die Organisation der Gemeindeverwaltung.

Die neue Arbeitsplatzbewertung und Organisationsanalyse der Firma Finances Publiques zeigt auf, dass rund 70 Stellenprozente sofort und rund 40 Stellenprozente bei der Einführung der Kantonsvariante im Vormundschaftswesen wegfallen und so eine interne Neuorganisation erforderlich machen.

Der Gemeinderat hat bereits darauf reagiert und nach dem Weggang von Barbara Röthlisberger die offene Stelle nur noch in reduziertem Umfang wiederbesetzt. Die anderen internen Organisationen werden momentan im Rahmen der Überarbeitung der Organisationsverordnung vorgenommen.

Der Gemeinderat bedauert grundsätzlich diese Entwicklung, welche den Service Public ungewollt einschränkt. Die Behörden und die Verwaltung sind jedoch nach wie vor bestrebt, unserer Bevölkerung die bestmöglichen Dienstleistungen anzubieten und erachten die Umstrukturierungen auch als Chance.

Die Klausur war aus der Sicht des Gemeinderates wiederum ein voller Erfolg und hatte neben den offenen Grundsatzdiskussionen auch viel Platz zur Teambildung und für Kulinarisches gelassen.

Veröffentlicht am 05.07.10 um 15:28

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